Cannabis-Aktivisten

Cannabis-Aktivisten

Cannabis-Aktivisten kämpfen in ihren Ländern für verbesserte Rechte für Cannabiskonsumenten. Aktivisten werden von ihrem Gewissen geleitet und sind oft rechtlichen Konsequenzen ausgesetzt, wenn sie eine öffentliche Position einnehmen. Cannabis-Aktivisten wurden regelmäßig von der Polizei und Politikern schikaniert. Einige Cannabis-Aktivisten haben einen hohen persönlichen Preis für ihr Engagement für Cannabis gezahlt. Die Zeiten ändern sich jedoch langsam, da medizinischer Cannabiskonsum zunehmend akzeptiert wird. Freizeitkonsum ist in mehreren US-Bundesstaaten sowie in Kanada, Südafrika und Uruguay legal. Ein großer Teil der jüngsten Fortschritte ist den Cannabis-Aktivisten zu verdanken, die an der Botschaft festhielten, dass Cannabis in vielen medizinischen Anwendungsgebieten Verwendung findet und für Erwachsene Freizeitkonsumenten sicher ist.

 

Die Geschichte des Cannabisaktivismus

 

Der Cannabis-Aktivismus trat in verschiedenen Formen auf, als erstmals versucht wurde, die Pflanze in seiner Verwendung zu regulieren und einzuschränken. Die ersten Aktivisten waren möglicherweise Arbeiter und Sklaven des indischen Subkontinents, die Cannabis und Cannabissamen in die ganze Welt mitnahmen. Dadurch konnte sich Cannabis in neue Länder ausbreiten. Da sich das Cannabisverbot ab Mitte des 20. Jahrhunderts wirklich durchsetzte, wurden dem Cannabiskonsum gesetzliche Beschränkungen auferlegt. Kurz darauf begann in den 1960er Jahren die Hippie-Bewegung, die viele der ersten Cannabis-Aktivisten und Pädagogen hervorbrachte.

 

Cannabis-Aktivismus in verschiedenen Ländern

 

Die USA hatten wahrscheinlich das größte Netzwerk mit Organisationen wie NORML und der Drug Policy Alliance. Es gab zahlreiche hochkarätige Aktivisten, von denen wir später einige vorstellen werden.

Die Niederlande waren für viele Cannabis-Aktivisten auf der ganzen Welt eine Inspirationsquelle. Cannabis-Aktivisten in den Niederlanden setzen sich für weitere Verbesserungen der Gesetze ein, um die legale kommerzielle Cannabisproduktion zu ermöglichen, um Coffee-Shops mit legalem Cannabis zu beliefern.

Spanien hat großartige Cannabisgesetze, welche allerdings erst nach langer harter Arbeit ermöglicht wurden. Die spanischen Cannabis Social Clubs erfreuen sich großer Beliebtheit, werden aber auch immer wieder kontrovers diskutiert, was oftmals gerichtlich ausgetragen wird.

Kanada hat die Verwendung von medizinischem Cannabis und den Freizeitkonsum legalisiert. Marc Emery ist einer der bekanntesten Aktivisten Kanadas. Er gründete die Marijuana Party of Canada.

In Jamaika ist die Cannabiskultur tief verwurzelt. Cannabis kam während der britischen Herrschaft mit indischen Arbeitern nach Jamaika. Seitdem haben sowohl die Rastafari Kultur als auch die Reggae-Musikszene die Cannabiskultur populär gemacht. Die Rastafaris haben sich besonders aktiv für das Recht auf Cannabiskonsum eingesetzt.

 

Cannabis activism

 

Cannabis-Rechte Organisationen

NORML steht für „Nationale Organisation für die Reformation der Marihuana-Gesetze“. NORML gibt es seit 1970 und setzt sich für humanere Drogengesetze und eine bessere Behandlung der Konsumenten ein. Ursprünglich waren sie eine US-amerikanische Gruppe, haben aber mittlerweile Niederlassungen in mehreren Ländern. NORML ist einer der bekanntesten Cannabisbefürworter und hat in den Mainstream-Medien einen hohen Bekanntheitsgrad.

ENCOD steht für "Europäische Koalition für gerechte und wirksame Drogenpolitik". ENCOD wurde 1993 gegründet und ist eine Gruppe, welche europäische Bürger vereint, die glauben, dass das derzeitige Drogenverbot einfach nicht funktioniert. ENCOD ist in ganz Europa ansässig, zu denen auch NGOs und Einzelpersonen zählen, die an der Drogenpolitik und Forschung beteiligt sind.

Die MPP (oder das Marihuana Policy Project) aus den USA kämpft gegen das Marihuana-Verbot. Sie setzen sich für die Legalisierung und einen anderen Verbotsansatz ein. Sie zeigen aktiv auf, welche Schäden durch die derzeitigen Drogenverbotsrichtlinien verursacht werden.

LEAP stand ursprünglich für „Law Enforcement Against Prohibition“. Heutzutage ist die Organisation als Law Enforcement Action Partnership bekannt. Ihre Mitglieder sind oft von der Polizei, der Justiz usw. und kämpfen gegen das Scheitern der modernen Drogenpolitik und den daraus resultierenden Schäden.

Drug Policy Alliance (DPA), auf die wir später noch zu sprechen kommen, wird teilweise von George Soros finanziert und nimmt seit vielen Jahren Einfluss auf Bildung, Kampagnen und Lobbyarbeit.

Students for Sensible Drug Policy (SSDP) wurde 1998 gegründet und hat seinen Sitz in Washington D.C. Sie sind eine gemeinnützige Gruppe von hauptsächlich jungen Menschen, die sich auf die Reform der Drogenpolitik konzentrieren. Sie repräsentieren Tausende von Studenten auf der ganzen Welt, die sich einen erwachsenen Dialog über den sicheren und verantwortungsvollen Drogenkonsum wünschen.

 

Cannabis activism

 

Jedes Land hat seine eigenen Cannabis-Aktivisten und Helden. Es ist unmöglich, sie alle zu erwähnen. Einige wie Jack Herer waren international bekannt für seine Bemühungen, Cannabis zu legalisieren und Hanf als Blüte, Treibstoff, Faser, Papiermasse, Medizin usw. wieder einzuführen. Sein Buch „The Emperor Wears No Clothes“ wird seit über 30 Jahren kontinuierlich gedruckt. Willie Nelson ist nach wie vor ein beliebter Cannabis Sympathisant und nutzt seine Prominenz, um den verantwortungsvollen Umgang mit Cannabis zu unterstützen.

 

 

Wie werde ich Cannabis-Aktivist?

 

Du könntest einer der Cannabis-Rechteorganisationen (oben) beitreten und mehr über die Cannabis-Gesetze in deinem Land erfahren. Möglicherweise kannst du die Organisation auf irgendeine Weise unterstützen. Normalerweise gibt es in jedem Land Gruppen und Organisationen, die sich für Kampagnen, Proteste (Demonstrationen, Kundgebungen usw.), Lobbyarbeit und die Arbeit mit den Medien einsetzen. Ein guter erster Schritt ist, herauszufinden, welche Organisationen vor Ort existieren und ob du dich einbringen kannst.

 

Komiker und Cannabis

 

Tommy Chong ist einer der berühmtesten Cannabis liebenden Comedians. Er hat sehr für Cannabis eingesetzt. Tommy war Vorstandsmitglied bei NORML und schreibt für das Cannabis Culture Magazine. NORML ist eine der erfolgreichsten Cannabis Gruppierungen der Welt. Tommy verbrachte mehrere Monate im Gefängnis, nachdem sein Glass Bong Vertrieb von der Polizei hochgenommen wurde. Viele hatten das Gefühl, vom US-Strafjustizsystem ungerecht behandelt worden zu sein. Einer der großen Vorteile von Comedians, die gleichzeitig Aktivisten sind, ist ihre Fähigkeit, Menschen über den Wahnsinn des Verbots zum Lachen zu bringen. Dadurch kann der Cannabiskonsum in der Gesellschaft weiter normalisiert werden. Das Video vom Comedy-Duo „Penn & Teller“ gibt einen unterhaltsamen Überblick über den Wahnsinn des Cannabisverbots.

 

 

Musiker und Cannabis

 

Neben Willie Nelson gibt es zahlreiche Musiker, die ihren Ruf nutzen, um die Botschaft über Cannabis zu verbreiten. Bob Marley ist einer von vielen berühmten Musikern, die zum Teil auch durch ihre Musik Cannabis-Aktivisten sind. Seine großartige Musik und sein Lifestyle, werden viele Menschen für immer an ihn und die Verbreitung seiner Botschaft über Cannabis erinnern. Snoop Dogg ist ein weiterer Musiker, der für seine Liebe zu Cannabis bekannt ist. Er thematisiert dies regelmäßig in seiner Musik und Interviews.

 

Cannabis-Aktivisten als Unternehmer

 

Steve DeAngelo ist ein US-amerikanischer Cannabis-Aktivist. 1998 leitete er die Initiative 59i zur Legalisierung von medizinischem Cannabis in seiner Heimatstadt Washington D.C. Steve ist auch CEO von Harbourside Dispensary, einer der größten der USA mit über 300.000 Kunden. Steve ist einer der Autoren, Unternehmer und Referenten, die erfolgreich Cannabis-Aktivismus mit einer erfolgreichen Cannabis-Karriere kombiniert haben.

 

Cannabis-Aktivisten als Lobbyisten

 

Ethan Nadelmann ist der Gründer der Drug Policy Alliance, die unermüdlich daran gearbeitet hat, den Krieg gegen die Drogen zu beenden. Die Drug Policy Alliance setzt sich mit Drogen, aus der Perspektive der Minimierung menschlicher Schäden auseinander, nicht aus strafrechtlicher Sicht. Er hat viel für die Legalisierung von Cannabis und die Akzeptanz von medizinischem Cannabis getan und war intensiv an den Bemühungen um die Legalisierung der Nutzung von Cannabis beteiligt. Nadelmann ist befreundet mit dem Multimilliardär George Soros, der die Drug Policy Alliance mitfinanziert. Die Zeitschrift Rolling Stone beschrieb Nadelmann als "die treibende Kraft für die Legalisierung von Marihuana in Amerika".

 

Wer sind die besten Cannabis-Aktivisten der Welt?

 

Es hängt viel von deinem persönlichen Standpunkt ab und woher du stammst. In jedem Land gibt es viele Cannabis-Aktivisten, unter ihnen auch viele Prominente, die ihre Bekanntheit dafür einsetzen, den Cannabiskonsum populärer und selbstverständlicher zu machen. Einige Leute glauben, dass die besten Aktivisten diejenigen sind, die die größten persönlichen Opfer erbracht haben, während sie auf die Ungerechtigkeiten aufmerksam machen, denen Cannabiskonsumenten ausgesetzt sind. In fast jedem Land wurden viele Menschen wegen Cannabis und damit verbundenen Aktivitäten inhaftiert. Für manche Menschen sind dies die wahren Cannabis-Helden, die das ultimative Opfer gebracht haben. Für andere sind die effektivsten Cannabis-Aktivisten diejenigen, die auf das politische System Einfluss nehmen können und somit eine umfassende Gesetzesänderungen zu verwirklichen. Oft ist diese Arbeit langsam und kostspielig und erfordert Lobbyarbeit bei wichtigen Regierungsbeamten und Influencern. Cannabis-Aktivisten können in verschiedenen Erscheinungsformen und mit unterschiedlichen Ansätzen auftreten. Was sie unter den Cannabiskonsumenten so beliebt macht ist, dass sie sich für die legale Verwendung von Cannabis einsetzen, egal ob es sich um Arzneimittel oder Freizeitgenuss handelt.

Es ist erwähnenswert, dass nicht alle Cannabis-Aktivisten allgemein beliebt sind. In der Cannabis-Community kann es zu Meinungsverschiedenheiten über die besten und effektivsten Kampagnen kommen. Einige Cannabis-Aktivisten lehnen die Unterstützung von Prominenten ab und bevorzugen andere "Underground"-Ansätze. Manche Menschen mögen den Hippie-Ansatz überhaupt nicht und glauben, dass gezieltes politisches Lobbying weitaus effektiver ist als traditionelle Kampagnen. Cannabis-Aktivisten gibt es in vielen verschiedenen Formen und sprechen verschiedene Menschen an. Eines ist sicher: Noch nie war Cannabiskonsum so populär wie heute. Und wir können den Cannabis-Aktivisten für vieles davon danken.

 

Cannabis-Aktivisten und Cannabis-Backwaren - Brownie Mary

 

Mary Jane Rathbun oder „Brownie Mary“ unterstütze aktiv die AIDS-Hilfe und war Cannabisaktivistin aus San Francisco. Sie backte THC-reiche Brownies und Kuchen und verteilte sie an AIDS-Patienten. Sie trug auch dazu bei, den kalifornischen Vorschlag 215 zu verabschieden, ein wichtiges Gesetz für medizinische Cannabiskonsumenten. Es ist ungewöhnlich, eine Cannabis-Aktivistin zu sehen, die sich so stark auf Cannabis-Esswaren spezialisierte. Cannabis-Aktivismus kommt in vielen Formen vor und sie haben alle eine wichtige Rolle. Schokoladen-Cannabis-Brownies? Ja bitte!

 

Aktivisten für medizinisches Cannabis - der Schlüssel zur Legalität von Cannabis?

 

Viele Cannabiskonsumenten glauben, dass die effektivsten Aktivisten diejenigen sind, die dazu beigetragen haben, die Gesetze bezüglich der Verwendung von medizinischem Cannabis zu ändern. Politiker empfinden im Allgemeinen wenig Sympathie für diejenigen, die für den Freizeitkonsum einstehen. Aber die Ablehnung gegenüber medizinischem Cannabis wird zu einem viel gefährlicheren politischen Spiel. Zumal sich der Nutzen für die medizinische Verwendung von Cannabis weiter verbreitet. Für viele Cannabis-Aktivisten steht die medizinische Legalisierung über der Freizeit Legalisierung. Manchmal kann die Mutter eines kranken Kindes im Fernsehen genauso effektiv sein, wie mehrere Jahre andauernde traditionelle Kampagnen. Wenn die Verbotsbefürworter erst sehen, dass medizinisches Cannabis ohne die befürchteten Katastrophen sicher eingeführt werden kann, kann der Freizeitkonsum mit weniger Hysterie diskutiert werden. Und genau das ist auf der ganzen Welt passiert. Vor allem im letzten Jahrzehnt.

 

Legales Cannabis für die nächste Generation

 

Mit dem derzeitigen Fortschritt wird es wahrscheinlich mehr Regierungen geben, die den Gebrauch von medizinischem Cannabis und Freizeitkonsum in den kommenden Jahren legalisieren werden. Es gibt ein starkes finanzielles Argument. Regierungen könnten Steuern aus Geld generieren, das derzeit auf dem Schwarzmarkt steuerfrei abläuft. Dies würde viele neue Arbeitsplätze und neue wirtschaftliche Möglichkeiten schaffen. Dadurch würden Kosten für Polizeiarbeit, Strafvollzug und Justiz in Milliardenhöhe eingespart. Sogar die Vereinten Nationen wollen ihre archaische Sicht auf Cannabis ändern. Die Bedeutung von medizinischem Cannabis ist mittlerweile so hoch, dass es für Politiker sehr schwer wird, sich dagegen zu stellen. In den kommenden Jahren sollten wir in Europa, Nordamerika, Südamerika, Asien, Afrika, Australasien immer mehr legalen Cannabis antreffen können.

Cannabis-Aktivisten
April 30th 2019
Kategorien : Cannabis Legalisierung

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comments

Percy Grower

08.05.2019 21:31:31

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